Länge zwischen 19 - 35 mm.
Der Kopf und das Bruststück der Hornisse sind rotbraun ihr Hinterleib ist überwiegend gelb gefärbt. Die Hornisse ist viel verbreitet, in Wäldern.
Volksweisheiten:
Diese größte heimische Wespe hat bei uns seit alters einen sehr schlechten Ruf. 3 Hornissenstiche sollen einen Menschen, 7 Stiche gar ein Pferd töten. Das ist natürlich blanker Unsinn.
Zwar sind Hornissenstiche sehr schmerzhaft, die Giftwirkung ist aber nicht höher als bei Wespen einzuschätzen. Im Vergleich zu Wespen sind Hornissen sehr friedfertige Tiere, die wirklich nur bei äußerster Bedrohung stechen.
LEBENSRAUM:
Die Nester werden meist in Baumhöhlen angelegt, manchmal aber auch in Nistkästen und unter Dachbalken in Scheunen oder alten Ställen.
Diese Nester der Hornissen werden aus morschem Holz hergestellt, das von den Hornissen zu einer papierähnlichen, grauen Masse zerkaut wird. Der Eingang zur Baumhöhle oder zum Nistkasten wird mit dem Holzbrei verengt.
Der Nestbau wird im Frühjahr von der Königin allein begonnen, und dann von den zunehmend schlüpfenden Arbeiterinnen fertig gestellt. Im Laufe des Jahres kann ein Hornissenvolk auf über 4000 Hornissen anwachsen.
Die Tiere leben räuberisch von anderen Insekten und füttern damit auch die Larven Eine Hornisse tötet z.B. in ihrem Leben rund 4000 Wespen und von diesen Wespen und auch den anderen Insekten wird nur das Filetstück genommen, nämlich die Brust, alles andere wird abgetrennt. Im Spätherbst stirbt das ganze Volk bis auf die befruchteten Weibchen ab. Die Weibchen überwintern.
Ein Hornissenstich ist nicht gefährlicher als der Stich einer Wespe, Biene oder Hummel.
Ratten können bis zu 60 Stiche überleben. Mäuse überleben 6 Stiche. Normal empfindliche Menschen können einige hundert Stiche überleben. Allergiker sollten natürlich vorsichtig sein, da für sie andere Mengen gelten. Das trifft aber für Bienen oder Hummelstiche genauso zu.
Hornissen sind relativ friedliche Tiere. Außerhalb ihres Nestbereiches sind sie eher scheu und zeigen kaum Verteidigungsbereitschaft - sie fliehen bei Bedrohung. Wenn sie nicht aus Versehen eingeklemmt werden, ist kaum ein Stich zu befürchten.
Außerdem werden Hornissen nicht lästig, da sie sich nicht für Kuchen oder süße Getränke interessieren - im Gegensatz zur Deutschen Wespe oder der Gewöhnlichen Wespe.
Innerhalb des Nestbereiches (3-4 Meter) sollte man allerdings einige Verhaltensregeln beachten, damit keine Verteidigungsreaktion der Hornissen ausgelöst wird:
Wenn man diese Regeln einhält, ist selbst ein Aufenthalt im direkten Nestumfeld möglich.
Hornissen ernähren ihre Brut von fast allen überwindbaren Insekten. Dabei kann ein gut entwickeltes Hornissenvolk am Tag bis zu 500 Gramm Insekten erbeuten:
Erwachsene Tiere (Imagines) ernähren sich von Baum- und Pflanzensäften, die sie an Baumwunden aufnehmen oder sich durch "ringeln" (nagen) an jungen Ästen beschaffen. Außerdem gehen sie im Spätsommer auch gelegentlich an Fallobst.
Es existiert ungefähr 6 Monate von Mai bis Anfang November. Ab ca. Mitte Mai beginnt eine junge Königin, die aus der Winterruhe erwacht ist, mit dem Aufbau eines Volkes. Ab Mitte/Ende Juni helfen Ihr die ersten Arbeiterinnen bei allen anfallenden Aufgaben. Ab Mitte August werden die ersten Geschlechtstiere herangezogen. Im Spätsommer verlassen diese das Nest, um sich zu paaren und nicht zurückzukehren. Spätestens Anfang November ist das gesamte Volk abgestorben, oftmals schon deutlich früher.
Nein. Ein verlassenes Nest wird im nächsten Jahr nicht wieder bezogen. Da es aber von anderen Insekten (zum Beispiel den nützlichen Florfliegen - Blattlausvernichter) zum Überwintern verwand wird, sollte es erst in nächsten Frühjahr entfernt werden.
Da Hornissen auch nachtaktiv sind, kann es vorkommen, dass sie sich in der Dunkelheit bei eingeschalteter Beleuchtung in ein geöffnetes Fenster verfliegen. Wie ein Nachtfalter werden sie vom Licht in ihrer Navigation gestört und von der Lichtquelle "angezogen". In diesem Fall einfach das Fenster weit öffnen und das Licht löschen, dann finden die Tiere in der Regel allein hinaus. Kommt das häufiger vor, kann ein einfaches Fliegengitter, das auch vor Mücken schützt, wirksame Abhilfe schaffen.
In 80% der Fälle muss man gar nichts tun. Die Hornissen werden nicht besonders lästig, da sie kein Interesse an Süßigkeiten oder Kuchen haben. Allenfalls interessieren sie sich im Spätsommer etwas für Fallobst.
Falls das Nest an einer sehr ungünstigen Stelle sitzt, kann man z.B. den engeren Bereich des Nestes mit Flatterband absperren, um Passanten fernzuhalten. Auch Flugumleitungen, Sichtblenden und andere Absicherungen sind möglich. Dazu sollte jedoch ein Experte zu Rate gezogen werden.
In ganz schwierigen Fällen kann auch eine Umsiedlung erfolgen, die aber von der Oberen Naturschutzbehörde genehmigt werden muss und nur von einem Fachmann durchgeführt werden sollte.
Hornissen sind in einigen Regionen Mitteleuropas vom Aussterben bedroht. Bei uns in Deutschland gab es Anfang der achtziger Jahre einen Tiefststand. Seit 1987 sind Hornissen als besonders zu schützende Art im Bundesnaturschutzgesetz aufgeführt. Hornissenvölker dürfen nicht getötet werden. In Ausnahmefällen dürfen Völker umgesiedelt werden aber nur durch einen Fachmann nach Genehmigung durch die Obere Naturschutzbehörde der jeweiligen Region.
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