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Marderabwehr

Der Steinmarder (Martes foina)

Er ist mitten unter uns und hat in Dörfern, Siedlungen und Städten Populationen von nie da gewesener Stärke erreicht: der Steinmarder. Seinem Namen macht er dabei alle Ehre, da er mit dem Menschen quasi " unter einem Dach " wohnt und lebt. Wenn es Nacht wird in Deutschlands Städten und Dörfern, dann kommen die " Poltergeister ". Auf gar nicht leisen Sohlen machen sie auf Dachböden, in Wintergärten und Garagen ihrem Beinamen " Hausmarder" alle Ehre. Steinmarder sind wahre Meister im Erschließen neuer Ressourcen. Sie sind neugierig, intelligent, geschickt - und außerordentlich erfolgreich.


Biologie und Lebensweise

Der Steinmarder ist mit einer Körperlänge von 40 bis 50 cm etwas kleiner als eine Katze. Sein Schwanz ist etwa halb so lang wie der Körper. Das Fell ist einheitlich graubraun. Im Halsbereich zeichnet sich ein weißer Kehlfleck ab, der sich zu den Vorderbeinen meist gabelt. Er frisst, was er am leichtesten erbeuten kann, also z.B. auch Aas oder vom Menschen hinterlassenen Lebensmittelmüll. Im Winter und Frühjahr ernährt er sich überwiegend von Kleinsäugern, Insekten und Vögeln. Spätsommer und Herbst ist zur Zeit der Obstreife seine Ernährung überwiegend vegetarisch.

Die Paarungszeit ( Ranz ) des Steinmarders fällt in den Zeitraum Juni bis August. Wie auch bei anderen Wildarten umfasst die Tragzeit des Steinmarders ( der Fähe ) eine Keimruhe. Die befruchtete Eizelle entwickelt sich nach einigen Teilungen nicht weiter, sondern wird bis Mitte Januar eingelagert. Erst jetzt beginnt die eigentliche Embrionalentwicklung. Um sicher zu stellen, dass der Nachwuchs in einer Zeit geboren wird, in der wieder ausreichend Nahrung zur Verfügung steht, werden die jungen Marder erst ca. 9 Mon. nach der Paarung geboren.

Die durchschnittliche Wurfgrösse beträgt 3 bis 5 Welpen. Der Geburtstermin liegt zwischen Anfang März und Mitte April. Die jungen Marder wiegen jetzt ca. 30 Gramm und haben die Augen noch geschlossen. Diese öffnen sich nach ca. 35 Tagen. Nur wenige Tage später beginnen sie mit der Aufnahme fester Nahrung. Unter Führung der Mutter beginnen sie das Nest zu verlassen und ihre Umgebung zu erkunden. Der männliche Marder( Rüde ) ist nicht an der Aufzucht beteiligt. Ende September sind die Jungtiere selbstständig. Der Familienverband löst sich auf. Schon im darauffolgenden Jahr sind die jungen Marder geschlechtsreif. Somit kann ein Marderweibchen bereits im Alter von 24 Monaten zum ersten Mal Junge bekommen.

Steinmarder können in Gefangenschaft über 10 Jahre alt werden.

In freier Wildbahn wird dieses Alter jedoch selten erreicht. Nur ein geringer Teil der Marder erlebt die ersten 2 Lebensjahre. Die immer höher werdende Verkehrsdichte trägt einen großen Anteil dazu bei.

Steinmarder verständigen sich untereinander durch Laute und Geruchssignale. Sie haben ein relativ fest gefügtes Revier. Dieses wird gegen gleichgeschlechtliche Artgenossen energisch verteidigt.

Längst muss man den Begriff Automarder unterscheiden zwischen Zwei- und Vierbeiner. Steinmarder sind es, die es sich auf unseren Dächern gemütlich machen und zunehmend auch die Motorräume der Autos für ihre Zwecke nutzen. Wenn der Motor nicht anspringt, hat vielleicht ein Marder zugeschlagen.

Aber warum nagen die lichtscheuen Gesellen
gerne die Schläuche und Kabel an??

Wenn sie ihre Umgebung erkunden, beißen sie in alles, was ihnen vor die Schnautze kommt. Steinmarder lieben dunkle, warme und trockene Plätze.Kein Wunder also, dass auch Motorräume ihr Interesse wecken. Das Männchen nimmt das neue Domizil in Besitz und hinterlässt Duftspuren. Ab jetzt gehört der Motorraum zu seinem Revier, aus Mardersicht ein idealer Fress und Schlafraum. Verlässt das Auto seinen Standort und wird im Revier eines anderen Männchen geparkt, kann es problematisch werden. Das Mardermännchen pirscht sich an das Auto heran und riecht die Duftspuren eines Rivalen. Aufs Äußerste gereizt, versucht der Marder die fremden Duftspuren zu beseitigen. Jetzt ist vor seinen scharfen Zähnen nichts mehr sicher. Weder Kühlschläuche, Dämmmatten oder Kabel. Wildbiologen konnten belegen, dass Marder Kunststoffe oder Gummi nicht für besonders schmackhaft halten. Es geht nur um das Eine, das eigene Revier gegen Rivalen zu schützen und zu zeigen wer "Herr im Haus" ist.

Bekämpfung und Vergrämung

§ Tierschutz- und Jagdgesetzgebung sind die Grundlage einer jeden Bekämpfungsmaßnahme.

Wir bieten unseren Kunden problemorientierte Lösungsvorschläge an:

Ergebnisse:

Wer darf fangen:        

Hinweis:
Marder dürfen auch in so genannten befriedeten Bezirken (Haus- und Hofflächen, Gärten etc.) nur zwischen dem 16. Oktober und dem 28. Februar in Lebendfallen gefangen werden.

Im Rest des Jahres, also auch jetzt im Sommer, genießen sie Schonzeit. "In der Schonzeit darf der Marder nur durch Vergrämen“ vertrieben werden" .

 

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