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Über Tauben

Die verwilderte Haustaube

(Columbia livia domestica) Türkentaube

Die Haustaube wurde über Jahrtausende vom Menschen gezüchtet und stammt von der Felsentaube ab. Die Bezeichnung Felsentaube lässt schon darauf schließen, dass sie vor allem die Felsenküsten bewohnt. Ihre Nistplätze sind Steinabsätze und kleine Höhlen. Aktionsradius: bis 10 km. Als Produkt des Menschen hat sich die Stadttaube (verwilderte Haustaube) entwickelt.

Sie wird im Volksmund auch Türkentaube genannt.

Da ihr Brutverhalten genetisch auf Felsen als Brutplätze ausgerichtet ist, nimmt sie in der Stadt Wohnhäuser, Brücken, Industrieanlagen u.v.m. als Brutplatz in Anspruch. Da sie in der Regel nicht in der Lage ist auf Bäumen zu nisten, besteht nur geringe Hoffnung sie aus unseren Städten zu vertreiben. Sie ist äußerst Geburtstreu und verlässt ihren Brutplatz nur ungern.

Ihr Aktionsradius beträgt in etwa 500 bis 900 m.

Unnatürliches Futterangebot hat u.A. dazu geführt, dass die Stadttaube keinen natürlichen Fortpflanzungsperioden mehr unterliegt und somit das ganze Jahr über brütet. Innerhalb des Schwarms leben sie als lebenslange Paarungen. Die Brutzeit der Tauben beträgt ca.3 Wochen. Ihr Gelege besteht aus 2 bis 3 Eiern. Die Nestlinge werden als Nesthocker gemeinsam vom Taubenpaar ernährt und gepflegt.

Obwohl die Stadttaube bis ca. 6mal pro Jahr brütet, überleben in den Stadtcentren nur ca. 10% des Nachwuchses. Unter optimalen Bedingungen wie z.B. in Randgebieten der Städte sind es bis zu 40%. Die Lebenserwartung der Tauben liegt bei ca. 15 Jahren. Dagegen hat die Stadttaube in der Regel nur eine Lebenserwartung von 24 bis 36 Monaten.

Bedingt durch ihre Nahrungsgewohnheiten, wie in erster Linie das Vertilgen von Nahrungsresten werden sie im Volksmund auch als Ratten der Lüfte bezeichnet.

Die Stadttaube erreicht eine Körpergröße von ca. 36 cm bei einem durchschnittlichen Körpergewicht von ca. 0,315 bis 0,5 kg.

Tauben sind tagaktiv und ernähren sich natürlicher Weise von Samen, Früchten und Körnern. Ein Überangebot an zivilisationsbedingten Nahrungsabfällen in den Städten führt allerdings zu häufiger Fehlernährung. Als liederlicher Nestbauer verzichtet die Stadttaube fast gänzlich auf den sonst üblichen Nestbau. Ein par Stöckchen u.Ä., ungeordnet zusammengeworfen, sind ausreichend für den Nestbau. In vielen Fällen werden die Eier sogar in Kothaufen gelegt.

Im sogenannten Nest werden verendete Nestlinge erst gar nicht entfernt, sondern mit Kot behäuft und darauf neue Gelege gesetzt. Eine Stadttaube hinterlässt durchschnittlich 12 kg Nasskot, welcher einer Trockenkotmasse von ca. 2500g entspricht. Der abgesetzte Kot wird in erster Linie an den Schlaf-Rast- und Nistplätzen hinterlassen.

Unkontrollierte Nist und Schlafplätze können zu Brutstätten von Insektenbefall (Taubenzecke, Milben, Speckkäfer, Wanzen u.s.w.), sowie Bildung von Bakterienkollonien führen. Als Folge unnatürlicher Lebensweise sind kranke und verletzte Stadttauben das Ergebnis.

Wie schon erwähnt sucht die Taube als Alternative zur Felsküste in unseren Städten Gebäude, Denkmäler, Industrieanlagen u.v.m als Nist, Schlaf oder Rastplätze auf. Im Bereich dieser Aufenthaltsplätze kann es zu nicht unerheblichen Bauschäden, sowie erheblicher Lärmbelästigung kommen. Ohne das über Tauben bestehende Gesundheitsrisiko zu hoch zu bewerten, möchte ich nicht versäumen, auf die von Tauben auf den Menschen übertragbare Krankheiten aufmerksam zu machen. Salmonellose, Ornithose ( Papageienkrankheit ), Kryptokokkose sind nur einige der im Staub der Taubenextremente enthaltenen Krankheitserreger, die auf den Menschen übertragbar sein können.

Keiner unserer Techniker würde einen verkoteten Taubenschlag reinigen, ohne entsprechenden Schutzanzug und Maske!

Die Stadttaube ist als gesundheitlicher Risikofaktor zu sehen, solange der Mensch das von ihm geschaffene Problem nicht durch Säuberung und Räumung von Brut und Rastplätzen beseitigt.

§ Nicht außer Acht zu lassen ist hierbei der Tierschutzgedanke.

§ Die Stadttaube steht laut Tierschutzgesetz unter Schutz.

Humaner und tierschutzgerechter Schutz

von Bauwerken und Fassaden

gehören somit nur in die Hände

des Fachbetriebes!

Wir bieten Taubenabwehrsysteme:

 

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